Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, einen der vielseitigsten deutschen Künstler – Otmar Alt – für eine Zusammenarbeit mit der Glasmanufaktur Harzkristall zu gewinnen. Für Otmar Alt ist es eine Herzensangelegenheit in der Nähe seiner Heimatstadt Wernigerode zu arbeiten. Otmar Alt ist Maler, Grafiker, Designer und Bildhauer und hat in seiner langen Schaffenszeit immer wieder auch mit dem Material Glas gearbeitet. Anfang Dezember 2013 fand das erste Arbeitswochenende in der Glasmanufakur statt.
Gemeinsam mit einem der führenden deutschen Glasmacher, Peter Kuchinke, der als erster deutscher Glasmacher in Murano zum Meister ausgebildet wurde, wurden Ideen für Glasobjekte entwickelt und erste Gestaltungsversuche am Ofen durchführt. Drei Glasunikate einer Leuchtenserie nach dem Entwurf von Otmar Alt sind an diesen gemeinsamen Hüttentagen gemeinsam mit den Derenburger Glasmachern und beiden Künstlern entstanden.

 Die drei Entwürfe der „Zauberlampe" nahmen seither Gestalt in Glas an und konnten im  März 2014 als erste dieser Unikatserie präsentiert werden.

Otmar Alt ist Maler, Grafiker, Designer und Bildhauer und hat in seiner langen Schaffenszeit immer wieder auch mit dem Material Glas gearbeitet.
Eine besondere Freude bereitet ihm die Zusammenarbeit mit der Glasmanufaktur Harzkristall, da sie ihm die Möglichkeit eröffnet, in der Nähe seines Geburtsortes Wernigerode zu arbeiten. Das Material Glas macht ihn neugierig und berührt ihn, es gibt ihm reiche Möglichkeiten, seinem Prinzip der Mischung von Figürlichkeit und Abstraktion eine neue Facette abzugewinnen.

Die im typischen Otmar Alt – Design gehaltenen Tischleuchten zaubern mit ihrem stimmungsvollen Farblicht eine beeindruckende Raumatmosphäre.
Von jeder Variante der 3 Zauberlampen werden 9 Unikate zum Verkauf angeboten. Interessierten Kunstliebhaber können gern bereits jetzt eine der begehrten Zauberlampen reservieren lassen.

Otmar Alt und die 3 Zauberlampen  Zauberlampen  Otmar Alt  Peter Kuchinke

 

 

Fotos: Jürgen Meusel

>> Artikel erschienen in der Mitteldeutschen Zeitung, 08.01.2014: Link oder PDF

Otmar Alt
Otmar Alt
Otmar Alt
Otmar Alt

 

Vita

1940
Am 17.07. in Wernigerode geboren

1960 - 1966
Studium an der Hochschule für bildende Künste zu Berlin.
Meisterschüler von Prof. Hermann Bachmann

1967 - 1968
Erstmals zahlreiche Ausstellungen

1967
Franz-Roh-Preis, >>Collage 67<<, München

1969
Beginnt mit Plastiken (Keramiken), ausgestellt im städtischen Museum, Bonn

1969
Fertigt Bronze-Skulpturen

1970
Keramiken und Kinderbücher

1971
Dokumentarfilm >>Vorfrühling<<, ein Künstlerportrait

1972
Arbeitet in Berlin an dem großformatigen >>Traumfenster<< für seine Ausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf
Olympia-Plakate, München
Tapeten >>The happy Cow<<, X-Art-Walls
Wandgestaltungen: Im Kurhaus Badenweiler, in der Ingenieurschule Furtwangen und der Pädagogischen Hochschule Kiel

1973
Beginnt mit Entwürfen für Schmuck
>>Die große Veränderung<< erscheint im Bruckmann-Verlag , München
Die Radierfolge >>Mondgrillentaucher<< erscheint in der Orangerie in Köln

1974 - 1977
Fertigstellung seiner Holzplastiken im Atelier Franz Weber, Zell-Weierbach, Schwarzwald

1977
Ausstellung im Düsseldorfer Kunstverein

1978
Arbeitet an Ideen und Entwürfen für die Firma Rosenthal, Selb

1979
Eisenplastiken für die Bundesgartenschau in Bonn

1980
Serien von neuen Bildern und Aquarellen.
Arbeiten für Rigips und Rosenthal
Wandrelief für ein Jugendheim in Mannheim
Hochzeit mit seiner zweiten Frau Gundi

1981
Springbrunnen für die Tierklinik Hochmoor.
Keramiken in der Werkstatt Ludwig Hammer, Weiden
Wandrelief - Schwimmbad

1982
Film >>Der Mann aus dem Rote-Grützeland<<
Wandrelief - Schwimmbad
Erotische Aquarelle für das >>Liebesbuch der Elefanten<<
Wandrelief - Landeskrankenhaus Göttingen

1983
Künstlerische Gestaltung des Innenhofes der neuen Zahnklinik der Universität Regensburg
Schmuckserie mit Sternzeichenmotiven

1984
Neue figurative Bildserien und Eisenplastiken
Großplastik >>Wolkenschaukel<< für die Fußgängerzone in Hamm

1985
Springbrunnen für die Stadt Wiesloch
Wandgestaltung im Rheinschiff >>Burg Drachenfels<<
Paravent für die Firma Rosenthal, Selb

1986
Springbrunnen für die Stadt Duisburg.
Uhrenobjekt für die Firma Rosenthal, Selb

1987
Stahlplastik für die Stadt Kamen.
Vorarbeiten für eine größere Museumsausstellung

1988
Springbrunnen für ein Geschäftshaus in Friedberg
Vorarbeiten für eine große Wandgestaltung bei der Firma Wiltmann, Peckeloh
Ausstellung in der Bremer Kunsthalle

1989
Serie von neuen Glasplastiken
Bühnenbild und Ausstattung für >>Die kleine Hexe<< von Ottfried Preußler
Springbrunnen für die Stadt Hamm
Bronzeplastik für die Stadt Ahlen
Fertigstellung der Wandgestaltung bei der Firma Wiltmann
Ausstellung Städtische Museen Heilbronn
Gestaltung des Kanalschiffes Eckeneckepen

1990
Ausstellung der neuen Glasplastiken auf der Veste Coburg, im Kunstgewerbemuseum Berlin, im Glasmuseum Frauenau
Präsentation >>Kunst im Warenhaus<< bei Karstadt, Düsseldorf
Neue Plastiken in Edelstahl

1991
Bühnenbild und Ausstattung für >>Der Geizige<< von Molière
Wandgestaltung eines Flures im Verwaltungsgebäude der Gothaer Versicherungs AG in Göttingen
Große Installation im Maximilianpark Hamm
Kulturpreis Deutscher Freimaurer
Gründung der >>Otmar Alt Stiftung<<

1992
Aktion Prinzipalmarkt Münster
Bronzeplastik für den Allwetterzoo Münster
Videofilm/Künstlerportrait Otmar Al
div. Ausstellungen
Erstmals Telefonkartenmotive

1993
Serie von Tierplastiken für den Tierpark Bochum
Ausstellung im Schloß Merseburg
Große Ausstellung Glasplastiken im Badischen Landesmuseum, Karlsruhe

1994
Ausstellungen im Von der Heydt-Museum, Wuppertal, Westfalenpark Dortmund
- VEW Sonnenenergieforum -, Herzzentrum NRW in Bad Oeynhausen
Bühnenbild für >>Ein toller Tag<<
Vergabe der Ehrenbezeichnung und somit Aufnahme in den Kreis der <<Bürger des Ruhrgebietes>>
Fassadengestaltung für Neubau einer Grundschule in Kirchlengern

1995
Ausstellung VW AG/Haus Rhode, Königslutter
Wandbilder für neugestaltete Station für Schmerztherapie, Johannes-Krankenhaus, Bielefeld
Ausstellung SECURITAS, Bremen
Ausstellung Mönchehaus-Museum, Goslar
Gestaltung einer Brunnenplastik und einiger Großskulpturen für Einkaufszentrum in Dormagen
Glasfenster und Emaillebilder für die Fassadengestaltung Neubau Fa. Wiltmann, Versmold


1996
Ausstellung im Historischen Museum Krakau
Gengenbacher Adventskalender, die 24 Fenster des barocken Rathauses werden als Adventskalender gestaltet
Eröffnung der Otmar-Alt-Stiftung

1997
Ausstellung Gustav-Lübke-Museum und Stadthausgalerie in Verbindung mit Aktion ‘Alt‘-Stadt Hamm
Gestaltungselemente für den Neubau des Kolpingberufsbildungswerkes in Hettstedt
Präsentation des VW Golf Art Edition
Großskulptur für VW AG, Wolfsburg
Große Ausstellung Kunsthalle Darmstadt
Aktion Erlebniswelt Tankstelle mit der Deutschen Shell AG Hamburg und Ausstellung
Gestaltung eines Flügel für die Wilhelm-Schimmel-Pianoforte-Fabrik, Braunschweig

1998
Flughafen Frankfurt/Main Airportgalerie
Gestaltung eines Motives für den Jüdischen Nationalfond anläßlich des 50 Jubiläums der Staatsgründung Israel
Gestaltung von zwei Skulpturen für den Spiele- und Freizeitparkt der Ravensburger AG in Ravensburg/Liebenau
Fassadengestaltung für Neubau einer Grundschule in Kirchlengern, 2.Bauabschnitt
Kunst in der Stadt - Saulgau
Kunst in der Stadt - Bad Reichenhall
Gestaltung eines Beetle im Auftrage der VW AG
Verleihung des Bundesverdienstkreuzes

1999
Großplastik für das Stadttheater Hof
Kolping Wohnanlage Wiederitzsch, Wandgestaltung und 2 Skulpturen
Bestellung zum künstl. Berater für die Landesgartenschau Oelde 2001
Fassadengestaltung Erweiterung Produktionsgebäude Fa. Wiltmann,Versmold

2000
Fassadengestaltung Neubau Verwaltung Fa. Meyer & Stemmle, Mühlheim-Kärlich
Ausstellung Stadt Buxtehude
Aktion „Alt“-Stadt Celle - Kunst in der Stadt
Entwicklung Möbel-Entwurf fürTraumwerkstatt Krüger, Alfeld
Retrospektive in der Zitadelle-Spandau
Beginnt mit der Arbeit an der Serie „Innenansichten der Moderne“
Ausstellung, Galerie Spectrum, Euskirchen

2001
Landesgartenschau Oelde
Große Ausstellung im Dt. Glasmalerei
Museum in Linnich
Arbeiten an der Serie „Innenansichten der Moderne

2002
Bühnenbild und Ausstattung
Für das Ballett „Höhle des Herzens“, Stadttheater Hof
Ausstellung Galerie der Stadt Aschaffenburg in der alten Jesuitenkirche
Gestaltung Regiosprinter für die Dürener Kreisbahn
Gestaltung Wellnessbereich Dörenbergklinik Bad Iburg
Ausstellung Dt. Kriminalmuseum, Rothenburg o.d.Tauber
Ausstellung Orgel-Art-Museum, Windesheim

2003
Galerie Walentowski Werl
Ausstellung Braunschweigisches Landesmuseum, „Die neun Kreise der Hexe Antra“
Ausstellung Sparkasse Limburg
Ausstellung Rosenthal Selb
Ausstellung Galerie Spectrum, Euskirchen
Ausstellung Kunstmuseum , Euskirchen
Skulpturen in der Stadt Balingen
Bühnenbild und Ausstattung für den Nußknacker, Stadttheater Hof
Bühnenbild und Ausstattung für Rotkäppchen, Theater Altenburg/ Gera
Adventskalender Hamburg

2004
Galerie Walentowski, Werl
Kunstkabinett Hespert ,Hespert Galerie Cameo, Heilbronn
Kronprinzenpalais, Berlin
Ausstellung Salzstadel, Regensburg
Galerie Antigua fabrica, Teruel Spanien
Nordwolle,Museum der Stadt Delmenhorst
Galerie Zettl, Mallersdorf
Skulptur in der Stadt, Kevelaer
Ausstellung Gotisches Haus, Spandau
Ausstellung Stadthalle, Kevelaer
Ausstellung Kunstverein, Wernigerode
Ausstellung Kunsthalle Kühlungsborn
Ausstellung im Schloß Schieder
Ausstellung Deutsches Porzellanmuseum, Hohenberg

2005
Verleihung des „Steiger Award“ für besondere Verdienste im Bereich bildende Kunst
Ausstellung Volksbank Herrenberg
Ausstellung „Innenansichten der Moderne“, Rheinisches Landesmuseum, Bonn
Bühnenbild und Ausstattung für die Oper „Die Eroberung von Mexiko“, Städt.. Bühnen Münster
Verleihung des Kunstpreises der Stadt Wernigerode
Stadt Sinsheim Kunst in der Stadt
Stadt Sinsheim Großplastik in Beton
Stadt Amberg, Alte Feuerwache
Stadt Amberg Großplastik Stahl/Glas
Bühnenbild und Ausstattung für das Ballett „Alice im Wunderland“, Stadttheater Hof
Wattenscheid, Kunst und Galeriehaus, Innenstadt und Nikolauskirche

2006
Gestaltung für die Aktion der RAG AG, „I love Ruhrgebiet“ (Bewerbung der Stadt Essen für den Titel „Kultur-hauptstadt Europas 2010“)
Galerie Walentowski, Werl
Ausstellung Art Center, Berlin
Ausstellung Cartwright Hall, Bradford England
Ausstellung Öffentliche Versicherung, Braunschweig
Aktion „Talente Festival 2006“, zur Fußball WM, Berlin
Ausstellung Sparkasse, Frankfurt
Ausstellung Galerie Spectrum, Euskirchen

2007
Ausstellung Römisch-Germanisches
Zentralmuseum, Monrepos
Ausstellung Kunstverein Prien/Chiemsee
Ausstellung Fundacion Tabaluga, Mallorca
Ausstellung Villa Stahmer, Georgsmarienhütte
Ausstellung De Nickel Schuppen, Koslar, Bilderserie „Schmuckbilder“
Gestaltungselemente Maximare, Hamm
Skulptur für Neubau evg. Gymnasium Bad Marienberg

2008
Ausstellung Cambridge, USA
Ausstellung Bosener Mühle, Bosen-Nohfelden
Ausstellung Galerie Kocken, Kevelaer
Ausstellung Rosenthal Studio Haus, Hamburg
Ausstellung Busse Design, Ulm
Ausstellung Rathausgalerie Balingen
Ausstellung Bogaard Art & Design, Helmond, Niederland
Ausstellung der Bilderserie „Ganz Alt“ im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren
Bühnenbild und Kostüme für das Ballett Rumpelstilzchen, Pfalztheater Kaiserslautern
In Vorbereitung Bilderzyklus OA 69 Jahre- eine Biografie in 30 Bildtafeln
Fassadenelemente für den Neubau der Reithalle Kinderkrebsnachsorgeklinik Tannheim

2009
Ausstellung Weltkulturerbe Völklinger
Hütte, Völklingen/Saarland, Präsentation Bilderzyklus „Otmar Alt – Der Rabe im Zentrum der Weltgeschichte“, eine Biografie in 30 Bildtafeln
Galerie at in Versmold unterstützt durch den Kunstverein Versmold und der Franz-Wiltmann GmbH
Ausstellung Westf. Landesmuseum für Archäologie, Herne
Ausstellung Museum Schloß Fellenberg, Merzig
Ausstellung Rheingoldhalle in Mainz
Bisher größte Ausstellung mit ca. 800 Exponaten
Ausstellung in der Niederbayrischen Schau in Landshut
Freimaurer-Ausstellung in der Otmar Alt-Stiftung

2010
Ausstellung Zeichensetzer unserer Zeit – Otmar Alt im Gustav-Lübke Museum Hamm
Präsentation Bilderzyklus
Ausstellung Galerie Steuer, Worms
Ausstellung in Festung Rosenberg, Kronach
Ausstellung Galerie Casaretti, Verden
Ausstellung Galerie Spectrum, Euskirchen
Ausstellung Haus Peters,Tetenbüll
Ausstellung in Herdecke
Ausstellung Galerie Hilt, Basel
Ausstellung in Sinsheim
Ausstellung in Wernigerode

2011
Ausstellungen in diversen Filialen der Apo-Bank
Bühnenausstattung zu dem Ballett „Alice im Wunderland“
Ausstellung Villa Hecking, Neuenkirchen
Ausstellung Galerie Hof, Sylt
Ausstellung Schloss Erwitte
Ausstellung Sparkasse Essen
Ausstellung Sorat-Hotel, Brandenburg
Ausstellung Kunsthalle Rostock

2012-
Gestaltung Arzberg Porzellan
Ausstellung Levi Strauss Museum, Buttenheim
Ausstellung Kunstprofil , Düsseldorf
Skulptur Freiheitshalle , Hof
Gestaltung Orgel, Wiltmann

2013
Ausstellung Galerie Linke, Münster
Ausstellung Galerie Hilt, Basel
Ausstellung Museum
Porzellanikon, Selb
Ausstellung Museum
Schloss Cappenberg, Selm

 

Otmar Alt
Otmar Alt

 

„Ich bin von meinen Gefühlen gesteuert“

Otmar Alt: Ein Leben in Farbe und Schwarzweiß

Otmar Alt wird am 17. Juli 1940 in Wernigerode geboren. Er ist der uneheliche Sohn des Kirchenmusikers und Musiklehrers Rudolf Hermann Alt und der aus einer Kaufmannsfamilie stammenden Dorothea Stiemke. Die Eltern sind ein ungleiches Paar. Ins Auge springt der große Altersunterschied von 30 Jahren.

Vater, Rudolf Hermann Alt, 1883 geboren, ist ein prinzipienstrenger Protestant, der sich zur Brüder-Unität der Herrnhuter, einer protestantischen Freikirche, hingezogen fühlt. Seine wichtigsten Erziehungsmittel sind Gebote und Verbote, drakonische Strafen und körperliche Züchtigung. Otmar ist von Anfang an ein Freigeist, so individualistisch, kreativ und eigensinnig, wie es im Buche steht.

Otmar wächst in der behüteten Atmosphäre eines katholischen Kinderheimes auf. Erst nachdem seine Eltern geheiratet haben, wird er als rechtmäßiger Sohn in den Kreis der Familie aufgenommen.

Die Familie ist noch vor dem Kriegsausbruch von Wernigerode nach Berlin gezogen. Sie lebt in der Droysenstraße, einer Nebenstraße des Kurfürstendamms im Stadtteil Charlottenburg. Die Alts beziehen eine typische Berliner Wohnung.

Die Reichshauptstadt wird während des Krieges schwer umkämpft und fast vollständig zerstört. Als das Haus in der Droysenstraße in Schutt und Asche liegt, flieht die Familie mit ein paar letzten Habseligkeiten gen Potsdam und Babelsberg. Einen Ort sich niederzulassen und neu einzurichten werden sie erst nach Beendigung des Krieges im Flecken Ragösen in der Mark Brandenburg finden. Bis dahin stolpert die Familie von einer Bleibe zur nächsten.

Otmars Vater findet als Schulleiter in der örtlichen Grundschule eine Anstellung. An eine Fortsetzung der Karriere als Gymnasiallehrer ist nicht zu denken. Die letzten Jahre bis zu seiner Pensionierung wird er in dieser Zwergschule seinen Dienst tun.

1951 zieht die Familie Alt wieder zurück nach Berlin. Das Geld reicht gerade mal für eine kleine Ein-Zimmer-Wohnung. Der Vater lebt meistenteils von der Familie getrennt. Unter anderem, weil er als politischer Gefangener in Perleberg in der DDR einsitzt. Als Herrenhuter hatte er sich mit keiner Ideologie anfreunden können, weder mit der nationalsozialistischen noch mit der kommunistischen.

In der Zeit, in der der Vater in der Wohnung ist, teilt sich der zehnjährige Otmar das Bett mit seiner Mutter. Der Vater braucht seine Ruhe und beharrt auf eine eigene Schlafstätte. Er hat Schwierigkeiten seine Pension durchzusetzen und kann die Familie nicht unterhalten.

Otmar beendet mit der Mittleren Reife seine Schullaufbahn. Er erinnert sich an seinen Wunsch, Maler werden zu wollen und wählt den Beruf des Dekorateurs und Plakatmalers. Seine Lehrstelle findet er im legendären Karstadt-Kaufhaus am Hermannplatz. Vor dem Krieg war es das größte Kaufhaus des Konzerns.

Der Vater von Otmar kommt 1957 bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

Seine Lehre als Schaufenstergestalter schließt Otmar im Jahr 1958 erfolgreich ab. Otmar besteht seine Gesellenprüfung dank guter Noten mit Auszeichnung und bekommt sogar einen Preis zuerkannt. Während der Berufsausbildung entwickelt sich ein verstärktes Interesse an Mode. Er will Modezeichnung studieren. Im Jahre 1959 beginnt er ein Studium an der Berliner Meisterschule für Kunsthandwerk.

Noch während seiner Lehrzeit nimmt er Musikunterricht, um Klarinette und Saxophon zu spielen. Otmar gründet zusammen mit ein paar Musikerfreunden die Jazzband „Selfworkers“, mit der er in wechselnden Besetzungen, durch die Berliner Jazzkeller und Kneipen zieht.

1960 beginnt Otmar mit seinem Studium an der Hochschule für Bildende Künste zu Berlin. Er wird in die Vorklasse bei Professor Walter Bergmann in der Abteilung „Angewandte Kunst“ aufgenommen. Zusätzlich nimmt er am Aktzeichnen bei Professor Hermann Bachmann teil. 1964 wird er Meisterschüler bei Hermann Bachmann.

Gemeinsam mit Waldemar Grizmek bezieht Alt ein Atelier in der Görresstraße im Stadtteil Schöneberg. Dieses Atelier hatte ursprünglich einmal dem Bildhauer Richard Scheibe gehört. Hier entsteht eine große Anzahl informeller Arbeiten.

1965 arbeitet er als Bühnenbildassistent am Neuen Theater in Trier an der Inszenierung eines Lope de Vega-Stückes. 1966 wird er in gleicher Funktion am Theater am Turm in Frankfurt unter Claus Peymann engagiert.

Er lernt die attraktive Pharmazeutin Inge Papenfuß kennen. Der Künstler nennt sie nur „Pinguin“. Sie wird seine Muse und inspiriert ihn zu einer Vielzahl von Arbeiten. Am Ende des Jahres 1966 heiraten Inge Papenfuß und Otmar Alt in Berlin.

Mit seiner ersten Einzelausstellung in Berlin landet Otmar Alt einen Coup: Die bekannte Galerie Werner & Katz am Kurfürstendamm präsentiert 18 Gemälde und eine Reihe von Zeichnungen des bis dahin noch unbekannten Künstlers.

Benjamin Katz, der nach seinem Studium an der Hochschule für Bildende Kunst in Berlin eine Galerie eröffnet hat, erkennt das Potenzial des jungen Otmar Alt. Alle Exponate der ersten Ausstellung finden ihre Käufer. Der Künstler muss kurzfristig weitere Arbeiten nachliefern.

Dieser Erfolg bleibt auch den Medien nicht verborgen. Renommierte Kunstkritiker wie Will Grohmann, Gottfried Sello und auch der Chefredakteur der Kunstzeitschrift „Das Kunstwerk“ sind von den Arbeiten Otmar Alts angetan und berichten positiv über die Ausstellung, was das Interesse der Kunstszene entfacht und erste Sammler auf den Plan ruft. Otmar Alt ist buchstäblich über Nacht zum angesagten Künstler avanciert.

1967 beteiligt er sich mit seinen Arbeiten an verschiedenen Ausstellungen in der Bundesrepublik. Er schließt erste Vereinbarungen mit so bekannten Galerien wie Weitzenhoffer in New York und der Galerie Thomas in München.

Im Jahr 1967 bekommt Otmar Alt seine zweite vielbeachtete Einzelausstellung. Diese Ausstellung wird von der Galerie Niepel in Düsseldorf ausgerichtet. Im gleichen Jahr erhält Alt während seiner Beteiligung an der Münchner Ausstellung „Collage ´67“ seine erste Auszeichnung. Er wird mit dem Franz-Roh-Preis geehrt. Der Künstler zeigt während der Ausstellung das Bild „König Wolke“, eine reliefartige Collage.

Im darauf folgenden Jahr entsteht ein großes Puzzle als Jahresgabe für den Kunstverein der Rheinlande und Westfalen. Außerdem setzt sich der Künstler mit neuen Materialien auseinander. Es entstehen Linoldrucke für das Buch „Pinguin“. Im Jahr 1968 entsteht auch die Mappe „Pic-Nic“ mit zahlreichen Grafiken, die wie Puzzles aufgebaut sind.

Im Jahr 1969 liegt der Beginn der Auseinandersetzung mit der Plastik. Es entstehen erste Skulpturen aus Keramik. Sie werden im gleichen Jahr im Städtischen Museum Bonn ausgestellt.

Noch im selben Jahr reist der Künstler nach Island und Grönland. Die Eindrücke verarbeitet er in Aquarellen und Gouachen, die anschließend im Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath in Frankfurt ausgestellt werden.

Es folgen Ausstellungen in der Kunsthalle Kiel und in einer Galerie auf der Böttchergasse in Bremen. Auch international werden die Arbeiten von Otmar Alt bekannt. Es folgen Ausstellungen bei Gimpel in London und bei Weitzenhoffer in New York.

Im gleichen Jahr erscheinen Radierungen unter dem Titel „Geschichten vom Räuberschiff“. Außerdem erscheint unter dem Titel „Kinguine“ für die Galerie Schmücking eine kleine Serie mit Linolschnitten.

Im Jahr 1965 entsteht im Atelier Horst Kerstan eine Keramikserie aus Porzellan.

Bei dem Paar kündigt sich Nachwuchs an. Es entsteht zusammen mit den Autoren Hans Stempel und Martin Ripkens das Kinderbuch „Luderbär“. Otmar Alt steuert die prallbunten und fantastischen Illustrationen bei. Außerdem publiziert der Künstler das Kinderbuch „DER“ mit Linolschnitten zu Texten von Kindern. Das Vorwort zu dem Buch hat die Schriftstellerin Anna Sybil Gräfin Schönfeldt verfasst.

Im Jahr 1970 wird der Sohn Fabian in Berlin geboren. Die junge Familie ist von Anfang an in großer Sorge um das Leben des Babys. Denn es hat bereits bei seiner Geburt eine lebensbedrohliche Behinderung. Das Kind muss mehrere schwere Operationen über sich ergehen lassen.

1971 wird über Otmar Alt ein Künstlerporträt gedreht. Der Film trägt den Titel „Vorfrühling“ und wird als Vorfilm im Kino eingesetzt.

Der Künstler unternimmt zusammen mit dem Fotografen Jacques Hartz eine Weltreise. In deren Folge arbeiten beide an der Mappe „A World Flight Souvenir“. Außerdem bekommt der Künstler weitere Einzelausstellungen unter anderem in Düsseldorf und Montreal.

Während Otmar Alt sich auf einer Reise nach Süddeutschland befindet, um dort eine Ausstellung zu eröffnen, stirbt Sohn Fabian mit nur zwei Jahren. Die Familie ist erschüttert.

Als der Künstler eine Bronzeplastik „Fabians Engel“ für die Grabstelle entwirft, wird die Aufstellung von den Behörden untersagt. Die Plastik steht heute im Garten des Künstlers in Hamm-Norddinker.

Im gleichen Jahr entsteht das Plakat für die Plakatedition „Olympia 1972“. Die Edition ist ein großer Erfolg. Das Plakat von Otmar Alt ist Teil der dritten Serie und wird zeitgleich mit Arbeiten von Josef Albers, Allan D’Arcangelo, Max Bill, David Hockney, R.B. Kitaj und Tom Wesselmann veröffentlicht.

Berlin als Lebensmittelpunkt wird in Frage gestellt. Die Alts wollen nach dem Tod des Sohnes aus der Großstadt weg. Man sucht nach einer neuen Bleibe. „Pinguin“ denkt darüber nach in die Schweiz, nach Italien oder an den Lago Maggiore umzuziehen.

Auf besondere Einladung entsteht in diesem Jahr das Bild „Der große Wassertrinker“ als Wandgestaltung im Kurhaus Badenweiler. Außerdem übernimmt Otmar Alt Wandgestaltungen in der Ingenieurschule Furtwangen und in der Pädagogischen Hochschule in Kiel. Im gleichen Jahr beteiligt sich Otmar Alt mit seinem Entwurf „Happy Cow“ an der Tapeten-Edition der X-Art-Kollektion.

Es erscheint die Mappe „A World Flight Souvenir“ mit Arbeiten von Otmar Alt und Jacques Hartz. Die Mappe besteht aus zehn signierten, nummerierten und datierten Originalgrafiken. Die Blätter befinden sich in einer Schmuckbox.

Otmar Alt bezieht im Kiez von Berlin-Schöneberg in einer ehemaligen Waschküche ein neues Atelier.

Zusammen mit dem englischen Schriftsteller und Lyriker Wystan Hugh Auden gestaltet der Künstler einen Prachtband mit zehn Original-Farbseriegraphien, Vignetten und Schmuckelementen. Der Titel dieses einzigartigen Bilderbuches lautet: „Die große Veränderung“.

Im gleichen Jahr entsteht in Berlin die Serie „Mondgrillentaucher“. Es handelt sich dabei um eine Mappe mit 22 Radierungen, die der Künstler zusammen mit dem versierten Tiefdrucker Schneider aufgelegt hat. „Mondgrillentaucher“ bildet einen regelrechten Otmar-Alt-Zoo voller bunter Fantasietiere.

Zusammen mit seiner Frau geht Otmar Alt für einige Zeit nach New York, um Abstand zu gewinnen. Zurück in Berlin entschließen sie sich, nach Italien umzusiedeln. Doch vor dem tatsächlichen Umzug kommt „Pinguin“ bei einem mysteriösen Unfall in der Nähe der italienischen Exklave Campione am Schweizer Ufer des Luganer Sees ums Leben.

Otmar Alt sucht einen Neuanfang. Er greift auf ein Angebot des Galeristen Kley aus Hamm zurück, sich in Hamm niederzulassen. Im Ortsteil Norddinker bezieht er einen Teil eines alten Bauernhofes.

In unmittelbarer Nähe zum Atelier und Wohnhaus entsteht eine Art Menagerie. Hier hält der Künstler seltene Hühner- und Wasservögel sowie einige Nandus und Lamas.

Otmar Alt arbeitet jetzt häufiger plastisch. Es entstehen erste Plastiken, die man später auf kommunalen Veranstaltungen, wie 1978 auf der Bundesgartenschau in Bonn, bewundern kann.

Im Jahr 1978 beginnt eine langjährige Zusammenarbeit mit der Firma Rosenthal in Selb. Dort entstehen kleine, feine Porzellanserien, die als Kunsteditionen verbreitet werden.

1978 lernt der Künstler im Schwarzwald, während er in der Druckerei Hornberger an einem neuen Projekt arbeitet, „Gundi“, Gundhild Weisel kennen. Sie wird seine zweite Frau.

Otmar Alt ist zu Beginn der 80er bundesweit als Gestalter gefragt. In den folgenden Jahren stehen wieder viele bildhauerische und skulpturale Arbeiten auf dem Programm des Künstlers. So entstehen 1979 Eisenplastiken für die Bundesgartenschau Bonn, 1980 Arbeiten für die Unternehmen Rigips und Rosenthal sowie ein Wandrelief für ein Jugendheim in Mannheim, 1981 ein Springbrunnen für die Tierklinik Hochmoor und Keramiken in der Werkstatt Ludwig Hammer und 1982 ein Wandrelief für ein Schwimmbad und ein Wandrelief für das Landeskrankenhaus Göttingen. 1983 übernimmt er die künstlerische Gestaltung des Innenhofes der neuen Zahnklinik der Regensburger Universität. Darüber hinaus entwirft der Künstler eine Schmuckserie mit Sternzeichenmotiven.

Parallel arbeitet er als Maler. Tiere werden für das Schaffen des Künstlers immer bedeutungsvoller. 1982 entsteht das „Liebes-Buch der Elefanten“ mit erotischen Aquarellen.

Im Jahr 1983 findet im Leopold-Hoesch-Museum in Düren eine Ausstellung mit Ölbildern, Aquarellen, Collagen, Zeichnungen, Druckgrafiken, Bronzeplastiken, Keramiken und Holzplastiken statt. Sie trägt den Titel „Der Mann aus dem Rote-Grützeland“.

Im Orwell-Jahr „1984“ entsteht in Hamm die Stahlplastik „Wolkenschaukel“. Die künstlerischen Highlights des Jahres sind die Errichtung des Springbrunnens in Duisburg und die Porzellanskulptur „Coq au Clock“ für die Firma Rosenthal.

In der Stadt Wiesloch entsteht ein Brunnen aus Bronze. Der Brunnen heißt: „Große Wieslocher Blumen“. Im gleichen Jahr entsteht die Konzept-Ausstellung „Augen Blick Mal!“, die nach ihrem Start im Museum Haus Löwenberg in Gengenbach durch verschiedene Museen und Galerien des Landes tourt.

1988 bekommt Otmar Alt erneut eine große Plattform, um seine Bilder auszustellen. In der Kunsthalle Bremen findet eine Otmar Alt Ausstellung statt.

1988 entwirft der Künstler eine Plastik für Friedberg. Skulpturen und Plastiken werden erneut zu einem bevorzugten Thema für den Künstler.

Otmar Alt engagiert sich künstlerisch in seiner Wahlheimat. Im Hafen von Hamm wird ein ehemaliges Kanalschiff bemalt und zu einem Kunstwerk. Das Schiff trägt den Namen Ekke Nekkepen.

1989 beginnt die langjährige Zusammenarbeit zwischen dem westfälischen Wursthersteller Wiltmann und dem Künstler. Das wichtigste Projekt für Wiltmann ist die Gestaltung der Firmenfassade.

Beim Westdeutschen Tourneetheater in Remscheid (WTT) übernimmt Otmar Alt die Ausstattung für das Kindertheaterstück „Die kleine Hexe“.

1989 arbeitet Otmar Alt zum ersten Mal mit der Firma Carl Frei, einer der berühmten Orgelwerkstätten in der Orgelgemeinde Waldkirch im Schwarzwald, zusammen.

Im Jahr 1991 legt Otmar Alt den ersten Stein für die nach ihm benannte Stiftung, die auf dem bäuerlichen Anwesen in Norddinker entsteht. Der Künstler gibt mit der Einrichtung seinem kunst- und sozialpolitischen Engagement einen offiziellen Rahmen.

Die Stiftung hat sich zur Aufgabe gemacht, begabte junge Künstler durch die Vergabe halbjähriger Stipendien zu fördern.

1991 wird auf der Veste Coburg eine Ausstellung mit Glasobjekten des Künstlers gezeigt.

Im Jahr 1992 sind Telefonkarten mit Künstlermotiven ein Renner. Kaum da sie von der Post herausgegeben werden, lösen sie einen Sammelhype aus. Otmar Alt wird zum Star der Szene. Er kreiert verschiedene Serien.

Im Von-der-Heydt-Museum in Wuppertal wird eine Otmar-Alt-Ausstellung organisiert. Nach ihrem Auftritt in Wuppertal sind die Bilder im Westfalenpark in Dortmund und im Herzzentrum in Bad Oeynhausen zu sehen.

Im Jahr 1994 wird Otmar Alt zusammen mit der Dozentin Inge Litschke zum „Bürger des Ruhrgebiets“ nominiert. In diesem Jahr übernimmt der Künstler auch die Fassadengestaltung für den Neubau einer Grundschule in Kirchlengern.

Im Jahr 1995 hat sich der Künstler Otmar Alt wiederholt mit Kunst an Gebäuden beschäftigt. So entstehen in diesem Jahr Wandbilder für die Station für Schmerztherapie am Johannes-Krankenhaus in Bielefeld, Glasfenster und Emaillebilder für die Fassadengestaltung der Firma Wiltmann sowie eine Brunnenplastik und Großskulpturen für ein Einkaufszentrum in Dormagen.

Das Jahr 1996 wird in Krakau, der Kunst-Hauptstadt Polens, im Nationalmuseum eine Ausstellung mit seinen Werken eröffnet, und in Hamm wird nach einer Vorbereitungszeit von mehreren Jahren die Otmar-Alt-Stiftung eröffnet.

1997 bekennt sich Hamm zu ihrem bekanntesten Künstler. Otmar Alt darf mit Hilfe von Sponsoren die Innenstadt umgestalten.

Im gleichen Jahr entsteht als ein eigenständiges Kunstwerk ein bemalter Konzertflügel. Die Firma Schimmel Pianos entwickelt daraus eine limitierte Künstler-Edition.

1997 entsteht im Atelier Otmar Alts das Gemälde „Westfälisches Schnabeltier“, das einmal mehr auf die eigene Tiermenagerie Bezug nimmt und einen neuen Zyklus im Werk des Malers markiert.

Seit dem zweiten Ausbildungsjahr gehört Otmar Alt zu den Stammdozenten der Akademie Reichenhall. Er führt dort regelmäßig im Rahmen der Sommerakademie einwöchige Kurse, Seminare und Workshops für bis zu 15 angehende Künstler durch.

Ein besonderes Highlight ist für den Künstler in diesem Jahr ein Spezialauftrag aus Wolfsburg. Die Volkswagen AG lässt zur offiziellen Markteinführung des VW Beetle, ein Fahrzeug von Otmar Alt als Kunstobjekt gestalten.

Weitere Herausforderungen erwarten den Künstler in diesem Jahr: Er entwirft zwei Skulpturen für den Spiele- und Freizeitpark der Ravensburger AG in Ravensburg. Der Künstler gestaltet außerdem die Fassade für den Neubau einer Grundschule in Kirchlengeren. In Bad Saulgau übernimmt er ein Projekt zur Stadtgestaltung.

Anlässlich des 50. Jahrestages zur Gründung des Staates Israel spendet Otmar Alt für den Jüdischen Nationalfonds ein Motiv, das zugunsten des Fonds verkauft wird.

Als Anerkennung für sein gesellschaftliches Engagement und die Unterstützung zahlloser wohltätiger Projekte bekommt Otmar Alt das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Den Künstler führt es wiederholt nach Oberbayern an das Stadttheater in Hof. Otmar Alt übernimmt das Bühnenbild und die Kostüme für verschiedene Produktionen. Darunter „Pas de Blue“, „Medea“, „Alice im Wunderland“ und „Der Nussknacker“. Für die Bürger von Hof gestaltet er das Wahrzeichen des Stadttheaters, eine Großplastik – die sogenannte „Die Strickliesel“.

Otmar Alt übernimmt 1999 die Bemalung eines ganzen Eisenbahnzuges. Die Dürener Regionalbahn beauftragt den Künstler mit der Ausgestaltung des Regiosprinters, der zwischen Düren und dem Ruhrtal verkehrt.

In gleichen Jahr wird Otmar Alt zum künstlerischen Berater für die Landesgartenschau in Oelde bestellt. Im Rahmen der Arbeiten entstehen jene bunten Würfel, die längs der BAB 2 als Erkennungszeichen für die Gartenschau aufgestellt werden.

Einmal mehr setzt sich der Künstler mit dem Werkstoff Glas auseinander. In Zusammenarbeit mit der Evelyn-Glashütte in Amberg, gestaltet der Künstler fantasiereiche Glasfiguren.

Im Anschluß daran entstehen in Zusammenarbeit mit dem Freund und Keramiker Arno Schlader Keramiken und Bleiglasfenster sowie Lichtobjekte, die später im Glasmalereimuseum in Linnich ausgestellt werden. Eine der Arbeiten, das Fenster mit dem Namen „Lisa“ wird für eine ortsansässige Schule gestaltet.

Eine Blume aus polierter Bronze entwirft Otmar Alt 2001 als Trophäe für den Friedensfilmpreis, der seit 1986 während der Internationalen Filmfestspiele in Berlin verliehen wird.

Einmal mehr ist der Künstler fürs Theater engagiert. Er übernimmt die Ausstattung und die Kostüme für das Stück „Rotkäppchen“, nach dem bekanntesten Märchen der Gebrüder Grimm, das in Gera und anschließend in Altenburg zur Aufführung kommt.

Ein weiteres Engagement für Kinder und Jugendliche startet im Jahr 2002: Otmar Alt stiftet das Logo für die Aktion „Juventus Deutschland“, ein Verein, der sich bundesweit für den Schutz von Kindern und Jugendlichen einsetzt. Der Künstler ist seither auch im Beirat des Vereins tätig.

Bunte Plastiken und Großskulpturen wie „Meister Dickbauch“ und „Fräulein Maske“ werden nach Entwürfen von Otmar Alt gestaltet. Sie werden bevorzugt für städtische Plätze entwickelt. Die Figur „Meister Dickbauch“ wird 2003 in Regensburg aufgestellt.

In der Kunsthalle des Ostseebades Kühlungsborn wird eine Retrospektive des Künstlers präsentiert. Außerdem zieht es Otmar Alt wieder einmal in die Porzellanstadt Selb. Im Porzellanmuseum werden Glas- und Porzellanobjekte des Künstlers ausgestellt.

Unter dem Titel „Kunst und Poesie“ entsteht eine Serie von mehrfarbigen, teils erotischen Tuschezeichnungen.

In den zurückliegenden fünf Jahre sind mehr als 200 Gemälde für das Projekt „Innenansichten der Moderne“ entstanden. Darin setzt sich Otmar Alt mit Klassikern der modernen Kunst auseinander. Am 6. April 2005 wird die Ausstellung unter dem gleichen Namen im Rheinischen Landesmuseum Bonn eröffnet. Die Ausstellung wird zu einem großen Erfolg.

2005 entsteht eine Serie neuer Glasobjekte. Wieder arbeitet der Künstler mit den erfahrenen Glasbläsern der Evelyn-Glashütte in Amberg zusammen. Die dabei entstandenen Exponate werden in einer Ausstellung in Amberg vorgestellt. Parallel werden in der Stadt fünf überlebensgroße Außenplastiken des Künstlers errichtet. Auf dem Marktplatz steht der „Hochlandbewohner“ mit einer stattlichen Größe von 2,50 Meter und 90 Kilo Gewicht. Den Bahnhofsvorplatz ziert der „Dickbauch“. Der „Turmkater“ vor dem Amberger Congress Centrum misst sechs Meter. Vor dem Museum steht das „Elefantenduo“ und beim Raseliushaus der „Elefantenthron“.

An den Städtischen Bühnen in Münster übernimmt Otmar Alt das Bühnenbild und die Kostüme für die Inszenierung der Oper „Die Eroberung von Mexico“..

Für das Raphaelshaus in Dormagen, ein Jugendhilfezentrum und Modellprojekt, gestaltet der Künstler eine Abteilung für traumatisierte Jungen. Neben den Fluren sind die einzelnen Zimmer und der Aufenthaltsraum vom Künstler mit großfor-matigen, märchenhaften Szenen bemalt worden.

2005 bekommt der Künstler in seiner Heimatstadt Wernigerode den lokalen Kulturpreis verliehen. Er bedankt sich für die Auszeichnung mit einer eigenen Skulptur. Diese Skulptur trägt den Namen „Kunstschlecker“. Es handelt sich dabei um eine ironische Replik.

In diesem Jahr bekommt Otmar Alt in der Ruhrgebietsstadt Bochum den „Steiger Award“ verliehen, mit dem in diesem Jahr erstmals Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland geehrt werden, die sich den Tugenden des Steigers verbunden fühlen.

Otmar Alt beteiligt sich an der Bewerbung von Essen für den Titel Kulturhauptstadt Europas 2010. Sein „Kulturbild des Ruhrgebietes“ wird unmittelbar nach seiner Enthüllung als die „größte Liebeserklärung Deutschlands“ gehandelt. Das Kunstwerk ist 3.418 Quadratmeter groß und hat eine Höhe von 48 Metern.

Kinder sind die Zielgruppe, die Otmar Alt bei dem Sponsorenprojekt „Der Löwe von Tannheim“ vor Augen hat. Der Künstler stiftet der Nachsorgeklinik Tannheim eine Löwenskulptur, die vor dem Haupteingang der Klinik aufgestellt wird.

Otmar Alt eröffent zusammen mit einer Gruppe von Freunden eine Retrospektive im Museum der Partnerstadt Bradford.

Der Künstler bekommt vom Kuratorium „Stiftung St. Knud“ im holsteinischen Friedrichstadt den Auftrag, eine säkularisierte Kirche zu einem Kulturzentrum umzugestalten. Die Entwürfe Otmar Alts, einschließlich eines Triptychons, sind vom Künstler in großen Teilen umgesetzt, doch das Projekt wird nicht realisiert.

2007 wird die Ausstellung: „Ganz Alt“ eröffnet Das Konzept bietet eine Gegenüberstellung: Kunst trifft Wissenschaft. Das Museum für die Archäologie des Eiszeitalters auf Schloss Monrepos in Neuwied präsentiert Arbeiten von Otmar Alt, die durch archäologische Ausgrabungen inspiriert wurden.

Unter dem Titel „Das Wagnis der Phantasie“ werden im Sommer dieses Jahres Kunstwerke von Otmar Alt in der Fundación Tabaluga, der Peter-Maffay-Stiftung in Pollença auf Mallorca, ausgestellt.

Im Jahr 2007 gestaltet der Künstler eine lebensgroße, prallbunte Pinguinfigur als Dankeschön für das Kolping Gästehaus in Durbanville bei Kapstadt. Sie steht als Zeichen einer ebenso besonderen wie lebendigen Verbindung zwischen Kolping in der Diözese Augsburg und Kolping in Südafrika.

Die Ausstellung „Ganz Alt“ wandert von Schloss Monrepos bei Neuwied zu ihrem nächsten Ort nach Blaubeuren, ins dortige Urgeschichtliche Museum.

„Liebe, Lust und Leidenschaft“ nennt sich die Ausstellung mit erotischen und pikanten Gemälden von Otmar Alt, die in Buxtehude gezeigt wird.

Der Künstler übernimmt in diesem Jahr erneut die Ausstattung und die Kostüme für eine Ballettinszenierung. Am Pfalztheater in Kaiserslautern wird „Rumpelstilzchen“ von Stefano Giannetti mit der Musik des Komponisten Herbert Baumann als Ballett nach dem Märchen der Gebrüder Grimm inszeniert.

Im Frühjahr 2009 werden 31 Bildtafeln unter dem Titel „Otmar Alt – Der Rabe im Zentrum der Weltgeschichte“ im Weltkulturerbe Völklinger Hütte der Öffentlichkeit vorgestellt. Die großformatigen Tafeln sind eine bebilderte Biografie. Ein Jahr später sind sie im Hammer Gustav-Lübbe-Museum unter dem Titel „Otmar Alt – Zeichensetzer seiner Zeit“ zum 70. Geburtstag des Künstlers zu sehen.

In Mainz wird der Künstler Otmar Alt im Sommer 2009 mit einer besonderen Präsentation geehrt: In der Rheingoldhalle wird die weltgrößte Otmar-Alt-Ausstellung gezeigt: Rund 1.000 Kunstwerke sind aufgeboten, um einen differenzierten Überblick über das vielseitige Schaffen des Künstlers zu geben.

Im August 2009 öffnet das LWL-Museum für Archäologie in Herne seine Pforten zur Ausstellung „Otmar Alt – Die verzauberte Welt des unbekannten Archäologen“.

Der 8. November 2009 wird zu einem ganz besonderen Tag für den Künstler Otmar Alt, aber auch für die Otmar-Alt-Stiftung. Sie nämlich wird in einer besonderen Zeremonie, der „Einbringung des Lichtes“, von der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer zu einem freimaurerischen „Kunst-Tempel“ geweiht.

Das Jahr 2010 steht ganz im Zeichen des 70. Geburtstages des Künstlers. Im Sommer kommen mehr als 400 Gäste zusammen, um bei einem rauschenden Fest im Park der Otmar-Alt-Stiftung dem Künstler zu seinem Jahrestag zu gratulieren. Zahlreiche Prominente sind dabei – unter anderem LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Thale, Kabarettist und Musiker Bernd Stelter und der ehemalige Ministerpräsident von Hessen Roland Koch. Die Stadt ehrt den Künstler mit einem großen Empfang, bei dem Otmar Alt der Ehrenring der Stadt Hamm verliehen wird.

Im Sommer 2011 hat das Ballett „Alice im Wunderland“ mit der Ausstattung und den Kostümen von Otmar Alt am Pfalztheater in Kaiserslautern seine Premiere. Im Herbst 2011 wird im Foyer der Stadtsparkasse Essen eine umfangreiche Werkschau mit Arbeiten des Künstlers eröffnet. Die Ausstellung zeigt exemplarische Werke aus fünf Jahrzehnten und macht den kreativen Wandel von Motiven, Arbeitsweisen und Stilen deutlich.

Im Herbst 2012 findet in Braunschweig unter dem Titel „Farbwelten“ eine große Otmar-Alt-Retrospektive statt. Etwa 120 Werke des Künstlers sind in der Jakob-Kemenate, dem Amtsgericht und der Martini-Kirche sowie an 20 dezentralen Orten zu sehen. Die Bürger der Stadt kommen an vielen Stellen mit der fabrenfrohen Kunst in Kontakt. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das mächtige und beeindruckende Tryptichon, das in der Martini-Kirche zu sehen ist. Das Altarbild ist zwischen 2007 und 2011 entstanden, es vereinigt als „Alterswerk“ ein Vielzahl von Geschichten, Themen und künstlerischen Stilen.

Ab Anfang 2012 arbeitet der Künstler weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit an einem neuen Zyklus. Über 50 teilweise großformatige Leinwände entstehen, in denen sich der Künstler einmal mehr neu erfindet. Stilistik, Malweise und Farbigkeit haben sich auffällig weiterentwickelt. Otmar Alt hat ganz offensichtlich ein neues Kapitel aufgeschlagen. In der Wolbecker Ausstellung wird erstmals der Schleier gelüftet und die Mehrzahl dieser neuen Arbeiten im Kontext einer Retrospektive präsentiert. Vor dem vielseitigen Oeuvre des Künstlers kommen die neuen Arbeiten einer Sensation gleich. Programmatisch trägt die Ausstellung den vieldeutigen Titel: „Die Welt ist bunt“.

Otmar Alt
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